[18.11.2016] – Görlitz zuckt doch noch.

Der Görlitzer Pegida – Klon „Görlitz bewegt sich“ (GBS) gibt doch noch Lebenszeichen von sich. Nachdem man zuletzt nur noch ein paar Dutzend Görlitzer_innen auf die Strasse lockte, die Gruppe kaum noch Aktivitäten entwickeln konnte (https://linksunten.indymedia.org/en/node/194344) und eine Schlägerei innerhalb des Organisationsteams (https://linksunten.indymedia.org/en/node/195903) in der Stadt für Belustigung sorgte, will man nun mit einer „nationalen Weihnachtsfeier-Demo“ gegen eine „kulturelle SelbTSaufgabe“ vorgehen. Wie weit es mit der „kulturellen SelbTSaufgabe“ bei GBS schon gekommen ist, zeigt sich schon an dem eklatanten Rechtschreibfehler auf dem Plakat. Doch auch die Ankündigung der Redner_innen spricht durchaus für einen Kulturverfall bei GBS:


1.) Der Verleger und Publizist Jürgen Elsässer: Sein Compact-Magazin hat nach Recherchen der Wochenzeitung „Die Zeit“ finanzielle Schwierigkeiten (http://www.turi2.de/aktuell/zeit-compact-bruellt-und-steckt-in-finanziellen-noeten/). Zudem dürfte er nach dem verpatzen Kongress seines Magazines (https://linksunten.indymedia.org/de/node/197038) Anfang November für jede Gelegenheit Geld zu verdienen und Aufmerksamkeit zu bekommen dankbar sein.

2.) Die AfD – Politikerin Petra Federau: Nachdem Federau zuletzt im Mai diesen Jahres von der Wahlliste der AfD in Mecklenburg–Vorpommern geflogen war, will sie die Partei nun komplett los werden (https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Hetzrede-Federau-droht-AfD-Parteiausschluss,afd870.html). Federau erschien im Mai bundesweit in den Schlagzeilen, da sie als Mitarbeiterin einer Escort – Agentur deutsche Sexarbeiterinnen für Geld an Scheichs nach Dubai „vermittelte“ (http://www.stern.de/politik/deutschland/afd-kandidatin-hat-deutsche-escort-frauen-nach-dubai-vermittelt-6872912.html). Wie dies mit Weihnachten und Kultur zu verbinden ist weiß wohl auch nur „GBS“ selbst. Auch sie dürfte sich wahrlich darüber freuen noch auf eine Bühne zu dürfen.

3.) Michael Mochner: Der Görlitzer Steuer–Anwalt und AfDler ist bislang politisch kaum in Erscheinung getreten. Zwar versuchte er sich als Bundestagskandidat der AFD ins Spiel zu bringen, scheiterte damit aber grandios, da er nur 11 von 71 Stimmen bekam. Bekannt ist über ihn auch, dass er bei einem gescheiterten Immobilien – Projekt seine Finger im Spiel hatte (http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1300832_Ein-Patt-auf-25-Hektar-RAW-Industriebrache.html). Außerdem war er nach uns vorliegenden Informationen zeitweise im Vorstand der Lebenshilfe e.V. Görlitz aktiv. Nachdem er dort allerdings umstrittene Entscheidungen getroffen hatte, wurde er Anfang des Jahres von der Mitgliederversammlung abgewählt und seines Postens enthoben.

Bereits vor einigen Jahren hatte Mochner das Buch „Der Staatswahn“ geschrieben und veröffentlicht. Laut Sächsischer Zeitung (http://www.sz-online.de/nachrichten/goerlitzer-anwalt-laesst-kein-gutes-haar-am-staat-788221.html) hatte er es selbst verlegt und herausgeben. Es wurde – wie nicht anders zu erwarten – kein Bestseller.

Ebenfalls tätig ist Mochner als Dozent an der Hochschule Zittau – Görlitz im Rahmen von „Gründerkursen“ (http://www.hszg.de/studium/karriereservice/veranstaltungen/gruenderkurs.html). Ob Mochner dort tatsächlich brauchbare Informationen über „erfolgreiche Geschäftsmodelle“ weitergeben kann, darf aber angesichts seiner bisherigen Tätigkeiten und Erfolge durchaus kritisch hinterfragt werden.

Wer sich noch zu dem Verlierer – Haufen auf der Bühne dazu gesellt ist bislang unbekannt. Doch auch so ist die Veranstaltungsankündigung und die Redner_innenliste Beweis genug für die kulturelle Selbstaufgabe bei „Görlitz bewegt sich“.

Siehe auch hier: Indymedia-Artikel





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