3. / 4. Juli 2010: Nazi – Fußball – Turnier in Görlitz

Am 03. und 04. Juli fand in Görlitz im Stadion der Freundschaft wieder der sog. Lausitz – Cup des FSV Görlitz – Schlesien e.V. statt. Daran beteiligt waren wieder in erster Linie Nazi – Mannschaften. Dies verwundert nicht: Der Haupt – Organisator Torsten „Scholle“ Scholz ist schon seit Jahren für seine braunen Sportfunktionärs – Tätigkeiten (nicht nur im Fußball) bekannt.

Der Sitz seines Vereines in der Kränzelstraße war früher schon Anlaufpunkt für Neonaziaktivist_innen, als das Haus noch ein Jugendhaus war und „Haus der Begegnung“ hieß. Der Name hat sich verändert (jetzt: „Anstoss“), doch das Klientel ist das gleiche geblieben. Torsten Scholz war damals wie heute in der Kränzelstraße tätig. Damals als selbsternannter „Sozialarbeiter“, heute als Sportfunktionär. Beim Aufbau des FSV Görlitz – Schlesien e.V. hat er dann auch ganze braune Arbeit geleistet. Der Verein ist in den letzten Jahren für seine rechtslastigen Ausfälle überregional bekannt geworden (siehe z.B.hier: SPIEGEL – ARTIKEL oder hier: RUND – MAGAZIN).

Der Lausitz – Cup gilt als großes Event des FSV Görlitz – Schlesien e.V.. Mit der Landskron – Brauerei hat man auch einen durchaus bekannten Unterstützer gefunden, der dem nationalen Fußball – Turnier ein gewisses Ansehen und „Seriosität“ verleiht. Im letzten Jahr nahm dann auch die Lokalpresse Notiz von der Veranstaltung, nicht aber um über die braunen Hintergründe zu berichten, sondern um die Ergebnisse bekannt zu machen und selbst die bekannte Neonazi – Kameradschaft „Boot – Boys“ als ganz normale Mannschaft im Bericht mit aufzuführen.

Da wundert es dann auch nicht, dass alles was in der Görlitzer („Freien Kräfte“ -) Naziszene Rang und Namen hat dort auf, oder um den Platz stolzierte. Sowohl ältere rechte Aktivisten, wie der Freie – Kräfte – Aktivist und Energie Görlitz Spieler Sandro Lorenz oder der Doku – Soap – Star (Ärger im Revier) Marco Jacobi, als auch der braune Nachwuchs um Alexander Wittwer oder Toni Herbrig waren als Ball – „Artisten“ zu bestaunen. Insofern kann man durchaus schon fast von einem „Mehrgenerationen“ – Nazi – Event sprechen.

Die Stadt Görlitz hat dabei offensichtlich kein ernsthaftes Interesse daran, den Nazis die rote Karte zu zeigen. Obwohl die Stadtverwaltung über die Hintergründe des Fußball – Events seit Jahren informiert ist, stellt sie doch jedes Jahr wieder Sportstätten dafür zur Verfügung.





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